Auch nachdem das Produkt das Feld verlassen hat, müssen seine Bio-Identität bewahrt, Dokumente und Zertifizierungsumfang verfolgt, die Lieferkette richtig gesteuert und die Anforderungen des Zielmarkts erfüllt werden.

Der Handel mit Bio-Produkten erfordert daher einen anderen Handelsansatz als der Ein- und Verkauf konventioneller Agrarprodukte.

Handel beginnt nicht damit, das Produkt zu finden

Bei einem konventionellen Produkt kann die Kaufentscheidung meist anhand von Menge, Qualität und Preis getroffen werden.

Bei Bio-Produkten muss zusätzlich der Bio-Status des Produkts bestätigt werden.

Es ist zu prüfen, aus welchem Erzeugungssystem das Produkt stammt, ob es vom jeweiligen Zertifizierungsumfang erfasst ist und ob die gehandelte Menge mit diesem Umfang übereinstimmt.

Im Bio-Handel ist die Kenntnis der Quelle daher ein Grundbaustein der Handelsentscheidung.

Das Zertifikat ist ein wichtiger Teil des Handels

Im Bio-Handel ist das Zertifikat nicht nur ein Zeichen auf dem Produkt.

Wichtig ist, nach welchem Recht es ausgestellt wurde, welche Produkte und Tätigkeiten es umfasst und ob es mit den Anforderungen des Zielmarkts übereinstimmt.

Gerade im internationalen Handel können verschiedene Märkte unterschiedliche Bio-Vorschriften und Erwartungen haben.

Ein Unternehmen, das mit Bio-Produkten handelt, muss daher nicht nur das Produkt, sondern auch die Zertifizierungsstruktur hinter dem Produkt verstehen.

Die Identität des Produkts muss im gesamten Handel gewahrt bleiben

Dass ein Bio-Produkt in der Erzeugung Bio ist, reicht allein nicht aus.

Bei Beschaffung, Lagerung, Vorbereitung und Versand müssen die Identität des Produkts und die zugehörigen Aufzeichnungen bewahrt werden.

Als Biosmyrna arbeiten wir ausschließlich mit Bio-Produkten und nehmen in unsere Werke und Lager keine konventionellen Produkte an.

Diese Arbeitsweise schafft einen wichtigen betrieblichen Rahmen für die Wahrung der Identität von Bio-Produkten im Handel.

Die Lieferkette erfordert mehr Planung

Bei Bio-Produkten sind Erzeugerbasis, Erzeugungsmenge und Verfügbarkeit nicht immer mit konventionellen Produkten vergleichbar.

Für eine regelmäßige Belieferung können Erzeugerbeziehungen, Saisonplanung und Liefersicherheit daher früher angegangen werden.

Gerade für Kunden mit bestimmten Qualitäts- und Mengenerwartungen ist es wichtig, Erzeugung und Beschaffung möglichst vorausschauend zu planen, statt die Beschaffung im letzten Moment zu versuchen.

Was der Kunde will, ist mehr als nur der Produktname

Für einen internationalen oder professionellen Käufer reicht die Angabe „Bio-Weizen“, „Bio-Soja“ oder „Bio-Sonnenblume“ allein oft nicht aus.

Der Käufer möchte möglicherweise auch Qualitätsmerkmale, Zertifizierungsumfang, Menge, Lieferform, Analysen und die erforderlichen Handelsdokumente kennen.

Im Bio-Handel ist es daher genauso wichtig, den Bedarf des Kunden richtig zu verstehen, wie das richtige Produkt zu finden.

Verlässlicher Handel heißt, die ganze Kette steuern zu können

Den Handel mit Bio-Produkten nur als Geschäft zwischen Käufer und Verkäufer zu sehen, bedeutet, einen großen Teil des Prozesses zu übersehen.

Der Prozess beginnt beim Erzeuger und reicht über Zertifizierung, Qualität, Lagerung, Logistik und Dokumente bis zur Lieferung an den Kunden.

Genau hier zeigt sich für Biosmyrna der Unterschied des Bio-Handels.

Wir kaufen und verkaufen nicht nur Bio-Produkte. Wir betrachten jede Stufe der Kette von der Quelle des Produkts bis zum Kunden gemeinsam.

Denn Vertrauen im Bio-Handel entsteht, bevor das Wort „Bio“ auf dem Produkt steht – durch ein Handelssystem dahinter, das richtig funktioniert.