Damit ein Produkt als Bio bezeichnet werden kann, muss es von der Erzeugung bis zum Handel bestimmten Regeln entsprechen. Verlässlichkeit im Bio-Handel hängt daher nicht nur vom Vorhandensein eines Zertifikats ab, sondern auch davon, dass das Produkt von der Quelle bis zum Kunden rückverfolgbar ist.
Rückverfolgbarkeit heißt, die Quelle zu kennen
Die Beschaffung von Bio-Produkten ist kein einfacher Handelsvorgang, der mit dem Kauf beginnt.
Es muss nachvollziehbar sein, von welchem Erzeuger oder welcher Bezugsquelle das Produkt stammt, zu welchem Produkt es gehört und wie Bio-Status, Qualitätsmerkmale und zugehörige Aufzeichnungen miteinander verknüpft sind.
So ist es bei Bedarf möglich, zur Geschichte des Produkts zurückzukehren und die Beschaffung rückwärts zu verfolgen.

Vom Feld ins Lager, vom Lager zum Kunden
Rückverfolgbarkeit bedeutet nicht nur, die Herkunft des Produkts auf dem Feld zu kennen.
Erreicht das Produkt den Betrieb, müssen auch Annahme, Analyse, Lagerung, Vorbereitung und Versand mit der Identität des Produkts verknüpft werden können.
So bleibt die Verbindung zwischen
Quelle → Beschaffung → Lagerung → Vorbereitung → Versand → Kunde
erhalten.
Bei Biosmyrna ist dieser Ansatz ein Grundbaustein des Handels mit Bio-Produkten.
Warum ist sie bei Bio-Produkten noch wichtiger?
Bei Bio-Produkten interessieren sich Verbraucher und Käufer nicht nur für die physikalischen Eigenschaften. Sie wollen auch wissen, dass das Produkt aus ökologischer Erzeugung stammt und diese Eigenschaft im Handel bewahrt wurde.
Deshalb ist es wichtig, dass Quelle, Bio-Zertifizierung, Qualitätskontrollen und Warenbewegungen des Produkts miteinander verbunden sind.
Biosmyrna arbeitet ausschließlich mit Bio-Produkten; in unsere Werke und Lager werden keine konventionellen Produkte angenommen. Dieses Arbeitsmodell schafft einen klaren betrieblichen Rahmen für die Wahrung der Identität von Bio-Produkten und die durchgängige Rückverfolgbarkeit.

Rückwärts- und Vorwärtsverfolgung
Ein gut aufgebautes Rückverfolgbarkeitssystem funktioniert in zwei Richtungen.
Rückwärts:
zur Quelle eines Produkts, zu seinem Lieferanten und den zugehörigen Aufzeichnungen gelangen.
Vorwärts:
verfolgen, welche Lager- und Versandprozesse das Produkt durchlaufen und welchen Kunden es erreicht hat.
Diese zweiseitige Struktur ist besonders im internationalen Bio-Handel ein wichtiger Baustein der Verlässlichkeit.
Rückverfolgbarkeit ist mehr als Dokumentation
Dass Aufzeichnungen vorhanden sind, reicht allein nicht aus.
Entscheidend ist, dass diese Aufzeichnungen sinnvoll mit dem Produkt verknüpft werden können. Angaben zu Produkt, Menge, Quelle, Qualitätskontrollen, Lagerung und Versand dürfen nicht losgelöst voneinander stehen.
Deshalb verstehen wir Rückverfolgbarkeit bei Biosmyrna nicht nur als Dokumenten- oder Aufzeichnungssystem, sondern als Teil des Handelsprozesses, der sich von der Beschaffung bis zur Lieferung erstreckt.
Vertrauen beginnt damit, die Geschichte hinter dem Produkt zu kennen
Wenn ein Bio-Produkt den Kunden erreicht, wird eigentlich nicht nur ein Produkt geliefert.
Hinter diesem Produkt stehen ein Erzeuger, ein Erzeugungsprozess, eine Lieferkette, Qualitätskontrollen, Lagerung und Versand.
Rückverfolgbarkeit bedeutet für uns, jedes Glied dieser Kette miteinander zu verbinden.
Denn Vertrauen beginnt nicht nur damit, zu wissen, was ein Produkt ist, sondern auch, woher es kommt und welchen Weg es bis zum Kunden genommen hat.



