Für einen professionellen Käufer ist der Bio-Status nur eine der Grundvoraussetzungen.

Viele Eigenschaften wie Feuchtigkeit, Reinheit, physikalische Merkmale, Analyseergebnisse, Verpackung, Menge, Zertifizierungsumfang und Lieferform können Teil der Kaufentscheidung sein.

Im Export beginnt die Suche nach dem richtigen Produkt daher nicht mit dem Produktnamen, sondern damit, die tatsächliche Produktspezifikation des Kunden zu verstehen.

Dasselbe Produkt kann für verschiedene Kunden Verschiedenes bedeuten

Auch wenn zwei Käufer dasselbe Produkt kaufen möchten, müssen ihre Erwartungen nicht gleich sein.

Ein Kunde sucht vielleicht lose Ware in einer bestimmten Qualität, ein anderer verlangt verpackte Ware.

Ein Käufer setzt einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt oder Reinheitsgrad voraus, ein anderer wünscht eine andere Spezifikation.

Sich im Handel nur am Produktnamen zu orientieren, kann daher späteren Abweichungen den Weg ebnen.

Die Spezifikation muss vor dem Einkauf bekannt sein

Die Erwartungen des Kunden erst nach dem Einkauf des Produkts zu klären, ist kein richtiger Ansatz.

Bei der Suche nach Ware für den Export sollten die Antworten auf folgende Fragen möglichst vorab bekannt sein:

Welches Produkt?
Nach welcher Bio-Zertifizierung?
Welche Qualitätsmerkmale?
Welche Menge?
Welche Verpackung oder Versandform?
Welche Analysen?
Welche Lieferbedingung und welcher Bestimmungsort?

Diese Angaben sind unmittelbarer Teil der Beschaffungsentscheidung.

Warum sind Analyseergebnisse wichtig?

Manche Qualitätsmerkmale von Agrarprodukten lassen sich nicht mit bloßem Auge beurteilen.

Es ist daher wichtig, die nötigen Analysen nach den vom Kunden geforderten Spezifikationen festzulegen und die Ergebnisse vor der Handelsentscheidung zu bewerten.

So können Feuchtigkeit, Protein, Fett oder andere Qualitätsparameter je nach Verwendungszweck an Bedeutung gewinnen.

Bei Bedarf müssen auch technische Analysen wie Pestizid- oder GVO-Untersuchungen in entsprechenden Laboren beauftragt werden.

Ziel ist dabei nicht nur, einen Analysebericht zu erstellen.

Ziel ist, zu bestätigen, dass das dem Kunden angebotene Produkt die geforderten Eigenschaften tatsächlich erfüllt.

Auch die Bio-Zertifizierung ist Teil der Spezifikation

Bei Bio-Produkten kommt zur Qualitätsspezifikation ein weiterer Punkt hinzu: die Kenntnis, von welchem Bio-System das Produkt erfasst ist.

Gerade im internationalen Handel muss der vom Kunden geforderte Zertifizierungsumfang mit dem Umfang des beschafften Produkts übereinstimmen.

Die Angabe „Bio-Produkt“ allein ist daher möglicherweise keine ausreichende Handelsbeschreibung.

Der Zertifizierungsstatus des Produkts sollte von Anfang an unter Berücksichtigung von Zielmarkt und Kundenanforderungen geprüft werden.

Eine falsche Spezifikation kostet Zeit und Geld

Stellt sich erst nach dem Versand heraus, dass das Produkt die Erwartungen des Kunden nicht erfüllt, entsteht nicht nur ein Handelsstreit.

Folgen können zusätzliche Analysen, Umverpackung, Verzögerungen, zusätzliche Logistik oder die Umleitung des Produkts an einen anderen Kunden sein.

Die richtige Spezifikation zu Beginn des Geschäfts festzulegen, hilft daher, spätere Kosten und betriebliche Probleme zu verringern.

Wie geht Biosmyrna bei der Produktbewertung vor?

Bei Biosmyrna bewerten wir ein Produkt nicht allein deshalb, weil es „Bio“ ist.

Wir betrachten Herkunft, Bio-Status, Qualitätsmerkmale, Analyseergebnisse, Menge, Liefersicherheit und die vom Kunden geforderten Eigenschaften gemeinsam.

Denn das richtige Produkt ist für uns nicht einfach ein Bio-Produkt.

Das richtige Produkt ist eines, das den Bedarf des Kunden, die Anforderungen des Zielmarkts und die festgelegten Qualitätskriterien gemeinsam erfüllt.

Eine erfolgreiche Sendung im internationalen Handel beginnt nicht mit dem Verladen auf Lkw oder in den Container, sondern damit, das richtige Produkt richtig zu beschreiben.