Wegen seines hohen Proteingehalts und seines Aminosäureprofils wird er verbreitet in Rationen verschiedener Tierarten eingesetzt, allen voran bei Geflügel und Rindern.

Wie wird Sojakuchen gewonnen?
Sojabohnen können über verschiedene Verarbeitungsschritte hinsichtlich Öl und Protein verwertet werden.
Nach dem Abtrennen des Öls bildet der verbleibende feste Teil den Sojakuchen. Die Eigenschaften des Produkts können je nach Beschaffenheit der verwendeten Soja und dem angewandten Verfahren variieren.
Sojakuchen sollte daher nicht als einheitliches Produkt betrachtet werden.
Der Nährwert von Sojakuchen
Der Hauptgrund, warum Sojakuchen als Futtermittelrohstoff hervorsticht, ist seine Rolle als hochwertige pflanzliche Proteinquelle.
Bei der Bewertung wird nicht nur der Rohproteingehalt betrachtet. Insbesondere werden Parameter wie
- Aminosäureprofil
- Proteinqualität
- Rohfett
- Rohfaser
- Feuchtigkeit
- Verarbeitungseigenschaften
berücksichtigt.
Diese Eigenschaften können den Nutzwert des Produkts in der Tierernährung direkt beeinflussen.
Warum ist die Wärmebehandlung bei Sojakuchen wichtig?
Einige natürliche Bestandteile der Sojabohne können die Nährstoffverwertung der Tiere beeinträchtigen.
Deshalb ist es wichtig, dass Soja fachgerecht verarbeitet und wärmebehandelt wird.
Eine unzureichende oder ungeeignete Behandlung kann den Futterwert des Produkts mindern. Eine übermäßige Wärmebehandlung wiederum kann die Verfügbarkeit der Proteine verringern.
Bei der Bewertung von Sojakuchen sollte daher nicht nur der Proteingehalt, sondern auch die Verarbeitungsqualität berücksichtigt werden.
Bei welchen Tieren wird Sojakuchen eingesetzt?
Sojakuchen kann im Futter verschiedener Tierarten eingesetzt werden.
Die wichtigsten Anwendungsbereiche sind:
- Geflügelfutter
- Milchviehfutter
- Mastrinderfutter
- Schaf- und Ziegenfutter
- Mischfutter für andere Tierarten
Einsatzmenge und -form richten sich nach Tierart, Alter, Produktionsphase und den übrigen Bestandteilen der Gesamtration.

Worauf achtet man beim Kauf von Sojakuchen?
Zur Beurteilung der Qualität von Sojakuchen reicht ein einzelner Parameter nicht aus.
Bei der Produktbewertung können vor allem
- Proteingehalt
- Feuchtigkeit
- Fettgehalt
- Rohfaser
- Aminosäureprofil
- Verarbeitungsqualität
- Physikalischer Zustand des Produkts
- Herkunft und Bezugsquelle
- Bei Bio-Produkten der Zertifizierungsstatus
berücksichtigt werden.
Gerade bei Rohstoffen für die Futterherstellung ist es wichtig, die Analyseergebnisse zusammen mit dem Verwendungszweck des Produkts zu bewerten.
Bio-Sojakuchen
Bio-Sojakuchen wird durch Verarbeitung von Sojabohnen aus ökologischer Erzeugung hergestellt.
Um als Bio-Ware gehandelt werden zu können, muss das Produkt die Anforderungen des einschlägigen Bio-Rechts und der Zertifizierung erfüllen.
Bei Bio-Sojakuchen sollten daher nicht nur die Nährwerte, sondern auch der Bio-Status des Produkts und die zugehörigen Dokumente geprüft werden.
Der Unterschied zwischen Sojakuchen und Sojabohne
Sojabohne und Sojakuchen sind nicht dasselbe Produkt.
Die Sojabohne enthält verschiedene Nährstoffe, allen voran Öl und Protein, während der Sojakuchen ein Futtermittelrohstoff mit konzentrierterem Proteingehalt ist, der entsteht, wenn ein großer Teil des Öls abgetrennt wird.
Deshalb unterscheiden sich der Verwendungszweck der beiden Produkte im Futter und ihre Bewertung in der Ration.
Zusammenfassung
Sojakuchen ist vor allem als hochwertige pflanzliche Proteinquelle ein wichtiger Futtermittelrohstoff in der Tierernährung.
Den Wert des Produkts bestimmt jedoch nicht allein der Proteingehalt.
Proteinqualität, Aminosäureprofil, Verarbeitungsverfahren, Feuchtigkeit, Fett, Rohfaser, Verwendungszweck und die allgemeinen Qualitätsmerkmale des Produkts sollten gemeinsam bewertet werden.
Bei Bio-Sojakuchen muss zusätzlich der Bio-Status und die Zertifizierung des Produkts bestätigt werden.
