Deshalb wird Masthähnchenfutter in der Regel mit unterschiedlichen Rezepturen je nach Aufzuchtphase hergestellt.
Grundsätzlich lässt sich Masthähnchenfutter einteilen in:
- Starterfutter
- Mastfutter
- Endmastfutter

Starterfutter
Starterfutter wird in der ersten Entwicklungsphase der Küken eingesetzt.
In dieser Phase schreitet die Entwicklung von Skelett, Muskeln und Organen schnell voran. Deshalb sind die Nährstoffdichte des Futters und insbesondere die Aminosäurebalance wichtig.
Beim Starterfutter werden in der Regel
- hochwertige Proteinquellen
- eine geeignete Aminosäurebalance
- ausreichend Energie
- Vitamin- und Mineralstoffversorgung
berücksichtigt.
Bioyem-Masthähnchen-Starterfutter wird nach dem Nährstoffbedarf der ersten Aufzuchtphase hergestellt.
Mastfutter
Mit dem Wachstum der Masthähnchen verändern sich Futterverwertung und Nährstoffbedarf.
In der Wachstumsphase setzen sich Muskelentwicklung und Lebendgewichtszunahme fort, während die Energie- und Proteinbalance der Ration neu eingestellt wird.
Ziel ist in dieser Phase nicht nur eine höhere Futteraufnahme, sondern dass das aufgenommene Futter effizient in Lebendgewichtszunahme umgesetzt wird.

Endmastfutter
Endmastfutter wird in der letzten Aufzuchtphase vor der Schlachtung eingesetzt.
In diesem Abschnitt geht die Lebendgewichtszunahme weiter, während die Balance von Energie, Protein und Aminosäuren in der Ration neu bewertet wird.
Die Rezeptur des Endmastfutters kann sich von den früheren Aufzuchtphasen unterscheiden.
Warum nicht ein einziges Futter?
Der Bedarf von Masthähnchen ändert sich mit zunehmendem Alter und Lebendgewicht.
Die für schnelles Wachstum in der ersten Phase nötige Nährstoffdichte entspricht nicht dem Bedarf späterer Aufzuchtphasen.
Statt während der gesamten Aufzucht ein einziges Futter zu verwenden, ist es daher der richtigere Fütterungsansatz, für die jeweiligen Phasen geeignetes Futter einzusetzen.
In der Rezeptur zählt nicht nur der Proteingehalt
Zur Bewertung eines Masthähnchenfutters reicht es nicht, nur den Rohproteingehalt zu betrachten.
Energie-Protein-Verhältnis, Aminosäureprofil, Verdaulichkeit, Vitamin- und Mineralstoffgehalt und die Qualität der verwendeten Rohstoffe sollten gemeinsam bewertet werden.
Insbesondere die Balance essenzieller Aminosäuren wie Lysin, Methionin und Threonin ist für die Entwicklung der Masthähnchen wichtig.
Worauf achtet man bei Bio-Masthähnchenfutter?
Bei Bio-Masthähnchenfutter müssen neben der Deckung des Nährstoffbedarfs auch die verwendeten Rohstoffe und der Herstellungsprozess den einschlägigen Regeln der ökologischen Erzeugung entsprechen.
Ein Bio-Futter sollte daher nicht nur nach seiner Rezeptur, sondern auch nach dem Bio-Status der Rohstoffe und dem Herstellungsprozess bewertet werden.
In welchen Phasen wird Masthähnchenfutter eingesetzt?
Die Phasen können je nach Aufzuchtprogramm des Betriebs und verwendetem Futterprogramm variieren.
Im Bioyem-Futterprogramm für Masthähnchen gelten grundsätzlich folgende Phasen:
- Start: 0–20 Tage
- Mast: 21–42 Tage
- Endmast: ab Tag 43
Diese Phasen können je nach Haltungsbedingungen und Entwicklung der Tiere fachlich neu bewertet werden.
Zusammenfassung
Der wesentliche Unterschied zwischen den Masthähnchenfuttern liegt darin, dass sie auf den sich je nach Aufzuchtphase ändernden Nährstoffbedarf abgestimmt sind.
Starter-, Mast- und Endmastfutter dienen nicht demselben Zweck.
In einem richtigen Futterprogramm sollten nicht nur die Proteinmenge, sondern auch Energie, Aminosäurebalance, Vitamin- und Mineralstoffgehalt, Rohstoffqualität und die Aufzuchtphase des Tieres gemeinsam betrachtet werden.
